CEDER

Center for Early Childhood Development and Education Research


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Dr. Sylvia Nienhaus

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CV

Dr. Sylvia Nienhaus war wissenschaftliche Mitarbeiterin (Postdoc) im Graduiertenkolleg „Emergenz und Anbahnung bereichsspezifischen Lernens in frühkindlichen Bildungsprozessen“ am Forschungszentrum Frühkindliche Bildung und Entwicklung (CEDER) der Universität Osnabrück.

Im Sommersemester 2019 hatte sie einen Lehrauftrag im Bereich Kindheitsforschung und Elementar-/Primarpädagogik an der Universität Frankfurt übernommen. Zuvor arbeitete sie als Koordinatorin des Promotionskollegs „Evidenzbasierte Lehrerbildung zur Förderung fachspezifischer und fachübergreifender Kompetenzen: Curriculum, Instruktion und Lernprozess“ (CURIOUS) im Rahmen des Freiburg Advanced Center of Education (FACE) an der Universität Freiburg. Von 2013-2017 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin in der Forschungsgruppe „Early Childhood: Education and Care“ (EC:EC) an der Universität Luxemburg. Im Rahmen des Projekts „Children in the Luxembourgian Day Care System“ (CHILD) promovierte sie zur potentiellen Genese sozialer Ungleichheit in frühkindlicher Bildung und Betreuung.

Ihr Studium der Kommunikationswissenschaft, Anglistik und Psychologie an der Universität Duisburg-Essen schloss sie mit einer Magisterarbeit zum Umgang jugendlicher SchülerInnen mit Druck und Motivation im Alltag ab.

Frau Dr. Nienhaus wechselte im März 2022 an die Ruhr-Universität Bochum.

 

 

Forschung im CEDER

Bildungspläne, sozial-emotionale Entwicklung und soziale Ungleichheit in früher Kindheit

Trotz quantitativem Ausbau und Bemühungen um Qualitätsverbesserung in institutioneller frühkindlicher Bildung und Betreuung in Deutschland (Autorengruppe Bildungsberichterstattung 2020) besteht soziale Ungleichheit nach wie vor (Kruger & Peter 2019). Hier kann die gesetzliche Rahmung früher Bildung in Form von Bildungsplänen (Jugend- & Kultusministerkonferenz 2004) als Chance gesehen werden, soziale Ungleichheit zu kompensieren (Autorengruppe Bildungsberichterstattung 2020). In meinem Postdoc-Projekt untersuche ich mögliche Zusammenhänge am Beispiel des Orientierungsplans für Bildung und Erziehung in Niedersachsen mit Fokus auf den Bildungsbereich „Emotionale Entwicklung und soziales Lernen“ (Kultusministerium Niedersachsen 2005), ein für die kindliche Bildungsentwicklung zentraler Bereich (Wiedebusch & Franek 2019).

Orientiert am Modell der qualitativen Mehrebenenanalyse (Hummrich & Kramer 2018) interviewe ich TrägervertreterInnen und FachberaterInnen (ausgewählt nach Funktion und örtlicher Zuständigkeit) und plane Interviews oder ad hoc-Gespräche mit Eltern und ErzieherInnen in 2-3 sozio-kulturell kontrastiven Kitas. Im Rahmen beider Erhebungen stehen Bildungsziele in früher Kindheit allgemein und sozial-emotionale Entwicklung im Speziellen im Fokus. Darüber hinaus plane ich formalisierte Entwicklungsgespräche, zwischen den interviewten ErzieherInnen und Eltern, ebenfalls nach sozio-kulturell kontrastiven Gesichtspunkten ausgewählten Kindern im Vorschulalter zu beobachten. Die auf diese Weise gesammelten Daten plane ich qualitativ-inhaltsanalytisch (Dresing & Pehl 2018) sowie orientiert an empirisch begründeter Typenbildung (Kluge 1999) auszuwerten und zueinander zu relationieren.

 

Literatur:

 

Autorengruppe Bildungsberichterstattung (2020). Bildung in Deutschland 2020. Ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zu Bildung in einer digitalisierten Welt. www.bildungsbericht.de/static_pdfs/bildungsbericht-2020.pdf.

 

Dresing, T. & Pehl, T. (2018). Praxisbuch Interview, Transkription & Analyse. Anleitungen und Regelsysteme für qualitativ Forschende. 8. Auflage. www.audiotranskription.de/download/praxisbuch_transkription.pdf.

 

Jugend- & Kultusministerkonferenz (2004). Gemeinsamer Rahmen der Länder für die frühe Bildung in Kindertageseinrichtungen (Beschluss der Jugendministerkonferenz vom 13./14.05.2004/Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 03./04.06.2004). www.kmk.org/fileadmin/Dateien/veroeffentlichungen_beschluesse/2004/2004_06_ 04-Fruehe-Bildung-Kitas.pdf.

 

Hummrich, M. & Kramer, R.-T. (2018). „Qualitative Mehrebenenanalyse“ als triangulierendes Verfahren – zur Methodologie von Mehrebenendesigns in der qualitativen Sozialforschung. In J. Ecarius & I. Miethe (Hrsg.), Methodentriangulation in der qualitativen Bildungsforschung. 2., überarbeitete Auflage (S. 123-147). Opladen, Berlin & Farmington Hills: Barbara Budrich.

 

Kluge, S. (1999). Empirisch begründete Typenbildung. Zur Konstruktion von Typen und Typologien in der qualitativen Sozialforschung. Opladen: Leske + Budrich.